Die Gans

Die Gans zu Weihnachten gab es auch dieses Jahr wieder von einem Kollegen bzw. dessen Nachbarn. Die Gänse laufen frei rum, suchen sich ihr Futter selbst und werden nur äusserst wenig gefüttert. Die Viecher werden am 22.12. geschlachtet und am 23.12. ausgehändigt. Frischer geht’s kaum. Das schmeckt man auch: das Fleisch ist unheimlich zart und schmackhaft, übermäßig fettig ist die Gans auch nicht. In diesem Jahr sind die Viecher recht klein ausgefallen, denn auf Grund der Trockenheit waren sie recht viel auf Futtersuche. Den Nachbarn und uns hat’s aber durchaus gereicht.DSCN1944

Und weil das Ergebnis gar nicht so schlecht war, schreibe ich hier zusammen, was ich mit dem Teil gemacht habe.

Der Hals muss runter (siehe Bilder), die Innereien raus. Als erstes habe ich den vorderen Teil zugenäht. Die Füllung bestand aus Zwiebeln, Stangensellerie, Äpflen, Beifuß, Salbei, Majoran und Thymian. Als der Masse drin war, habe ich das Heck noch vernäht. Die Flügel und Schenkel habe ich am Rumpf festgebunden, damit sie sich beim Garen nicht davonstrecken. Auf ein Backblech kommt jede Menge kleingeschnittenes Wurzelgemüse, alles, was so da ist. Dazu noch Gewürze (Pfeffer, Beifuß, Majorn, Thymian, Wacholder, Lorbeer, Piment …) und mit Wasser angießen. Die Innereien (bis auf die Leber!) kommen in Scheiben geschnitten ebenfalls dazu, genauso wie der Hals.

DSCN1945Die Gans (knapp 4 kg) lag zuerst mit der Brust nach unten direkt auf dem Gemüsebett. Nach ca. 1,5 Stunden kann man sie wenden, dabei habe ich sie auf das Rost eine Schiene über dem Blech gelegt. Das nächste Mal komm sie gleich auf’s Rost, sollte noch besser funktionieren.

Zwischendurch die Gans immer mal wieder mit Salzwasser beträufeln, das gibt eine schön knusprige Haut. Aufpassen, dass die Pfanne nicht überläuft, also ggf. zwischendurch mal Fett abschöpfen.

Die Sauce ist am Schluss recht einfach: Das Gemüse durch ein Sieb drücken, nach belieben abschmecken (da ist meines Erachtens nicht mehr vier zu tun). Ich habe dieses Jahr noch Orangensaft dazu, war eine sehr feine Note. Eventuell kann man noch ein paar Orangenscheiben mit köcheln und dann dazu servieren.

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